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Unser Leder

Naturleder

Wir begutachten und befühlen unser Leder stets per Hand, bevor wir es auswählen und bearbeiten. Wir benutzen zumeist vegetabil gegerbtes Leder. Bei netten Gesprächen im Ledergroßhandel entrollen wir die gewünschten Häute, trinken mit dem Verkäufer Kaffee und diskutieren die Vor- und Nachteile eines Gerbers oder einer bestimmten Haut. Bei der Begutachtung wird eines besonders deutlich: Jede Haut erzählt etwas von dem Tier, von dem sie stammt.

  • Ein Tier kann eine Verletzung gehabt haben. Zur Operation kam der Tierarzt und nähte das Tier. Die Haut hat in diesem Fall noch die verheilte Narbe und die angedeuteten Einstiche der Nadeln
  • Auf der Weide oder im Stall setzten viele Insekten dem Tier arg zu. Das Leder hat einige kleine Punkte - die Einstichstellen der Insekten.
  • An einer Stelle verlief eine Blutader. Die Einkerbung der Haut kann mitunter noch erkennbar sein. Im Halsbereich gibt es eine wellenartige Textur, da das Tier an dieser Stelle viele Falten hat. Die Japaner sagen dazu "tora" (der Tiger).
  • Die Lederhäute, die wir beschaffen, haben in der Regel eine Fläche von 1-2 Quadratmetern. Die gesamte Fläche der Haut ist viel größer; der Gerber schneidet die Häute in entsprechende Stücke, z.B. aus einem Teil der Flanke oder des Nackens. Dadurch sind die Kanten des Leders nicht immer gerade, sondern teils krumm. Wir wollen keine Rohstoffe verschwenden, sondern das Leder in seiner natürlichen Form bearbeiten und komplett verwenden.
  • Die Häute bekommen vom Gerber einen Stempel eingebrannt (z.B. mit der Fläche der Haut). Auch die Tiere selbst können gebrandmarkt worden sein. Einige Lederhäute haben Löcher. Diese Löcher stammen vom Herstellungsprozess des Gerbes, wenn die Häute zum Trocknen aufgehangen werden.

Nakahara verbindet diese Geschichten des Tieres und der Herstellung des Leders. Wir beziehen die natürlichen Texturen und Kanten ins Design ein. Das Resultat ist ebenso naturnah wie einzigartig - eben ein echtes Unikat.

Wir fotografieren jedes einzelne Produkt. Mit der Zoomfunktion in der Produktvorschau können Sie sich die Details des Leders anschauen.Die jeweilige Produktbeschreibung gibt weitere Hinweise über die Beschaffenheit des einzelnen Artikels.

Die folgenden Bilder verdeutlichen einige der erwähnten Beispiele. Es handelt sich dabei stets um Nahaufnahmen des Leders.

Lederüberreste

Obwohl die meisten unserer Produkte aus Naturleder gefertigt sind, kaufen wir in Einzelfällen Lederreste z.B. aus der Schuhproduktion. Diese Überreste können mit dem Verfahren der Chromgerbung verarbeitet sein. Zumeist werden aber in Kombination die vegetabile und die Chromgerbung durchgeführt. Durch die Nutzung der Überreste benutzen verwerten wir den Abfall der Industrieproduktion. Diese Ledersorten können nicht mit unseren natürlichen Farbstoffen bedruckt werden. Wir wollen trotzdem ein Unikat fertigen. Daher verwendet Sakiko diese Lederhäute bei der Ikko-Serie. Aber nicht alle Ikko-Taschen beinhalten Leder, das mit Chromsalzen gegerbt wurde. Die Überreste versucht Sakiko so wenig wie möglich zurechtzuschneiden und lässt dabei die originäre Form ins das Design einfließen.

In der Produktbeschreibung finden Sie Informationen zum jeweiligen Produkt und ob es sich dabei um vegetabil gegerbtes Leder oder um das Chromgerbeverfahren handelt.

Vegetabile Gerbung vs. Chromgerbung

Wikipedia erläutert die Unterschiede der Gerbeverfahren. Dennoch eine kurze Zusammenfassung: Bei vegetabilen Gerbung werden ausschließlich pflanzliche Gerbstoffe verwendet (z.B. Kastanien- oder Eichenholz, Rhababer). Mit dem Einzug der industriellen Gerbung fanden Salze Einzug in die Gerbung, allen voran Chromsalze. Das beschleunigte die Gerbezeit drastisch (aus Monaten wurden Stunden), geht aber mit Umweltproblemen einher.

Der Wandel des Leders

Die folgenden Bilder zeigen Ihnen, welche Auswirkungen die Zeit auf das Leder hat. Es veranschaulicht, in welchem Maße die Oberfläche speckig wird und eine Patina entwickelt. Es zeigt außerdem, wie sich die Farbe im Laufe der Zeit ändern wird.

Der Wandel des Leders